SPAETER Oberhausen

Spaeter beginnt heute: CO₂-reduzierter Stahl.

Oberhausen, 17. Mai 2024

»Durst nach Informationen wird täglich größer«

Thorsten Zensen, Geschäftsführer Spaeter Oberhausen, über die Nachfrage nach CO₂-reduziertem Stahl

Die Spaeter Gruppe hat das Thema Nachhaltigkeit fest in der Unternehmensstrategie verankert. Kein Wunder also, dass auch CO₂-reduzierter, »grüner« Stahl eine wichtige Rolle spielt. Zudem hat das Handelshaus – getreu dem Motto »Spaeter beginnt heute« – schon eigene Maßnahmen für mehr Energieeffizienz und Umweltschutz ergriffen. Einen kurzen Einblick gewährt uns Thorsten Zensen, Geschäftsführer des Standorts Oberhausen, im Interview.

Herr Zensen, können Sie mir Ihre Beschaffungspraktiken für Stahlprodukte erläutern? Welchen Wert haben nachhaltige Lieferanten?

Thorsten Zensen: Die Spaeter Gruppe kauft ihre Stahlprodukte global ein. Der Schwerpunkt liegt dabei nach wie vor in Deutschland und Europa. Bei der Auswahl der Produzenten gelten immer höchste Qualitätsstandards. Der Wert der nachhaltigen Lieferanten ist dabei für uns von großer Bedeutung. Der Weg zur Dekarbonisierung der Stahlbranche startet in der Lieferkette bei den Erzeugern, aber auch wir als verantwortungsvolles familiengeführtes
Stahlhandelsunternehmen leisten bereits heute einen hohen Beitrag.

Wie bewerten Sie die Nachfrage nach CO₂-reduziertem Stahl seitens Ihrer Kunden?

Thorsten Zensen: Die konkrete Bedarfsnachfrage ist nach unserer Wahrnehmung aktuell eher noch verhalten. Allerdings mehren sich die Bedarfsfälle und der »Durst nach Informationen« wird seitens der Stahlverbraucher täglich größer. Wir haben als Gruppe, auch vom Standort Oberhausen, enge Geschäftsverbindungen in Richtung Skandinavien und Benelux. In diesen Ländern ist man beim Thema Nachhaltigkeit in der Stahlbranche bereits weiter. In Deutschland erreichen uns zunehmend Bedarfsanfragen für »grünen« Stahl aus Richtung börsennotierter Unternehmen, die eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie formuliert haben. Hier spielt die Supply Chain für Stahl eine wesentliche Rolle.

Haben Sie selbst bereits CO₂-arm hergestellten Stahl im Angebot?

Thorsten Zensen: Die Spaeter Gruppe hat sich bereits vor geraumer Zeit entschieden, sämtliche Walzstahlprodukte auch als CO₂-reduzierten Stahl in das Lieferprogramm aufzunehmen. Um dieses Angebot im Markt adäquat zu bündeln, hat die Gruppe für das Themenfeld die Handelsmarke »CS Green« etabliert. Unter dieser Marke kann unsere Kundschaft zum Beispiel Bandbleche/Warmbreitband, kaltgewalzte Feinbleche und Coils, feuerverzinkte Bleche und Coils, Grobbleche und Stabstahl bei uns als »grüne« Variante beziehen. Im Mai/Juni 2024 erreichen unser Lager in Oberhausen die ersten CO₂-reduzierten Breitflanschträger/Formstahl CO₂ reduziert produziert. Alle namhaften
Werke sind unsere Partner.

Inwieweit können Sie die Herkunft der Produkte nachverfolgen und transparente Informationen über Ihre Umweltauswirkungen bereitstellen?

Thorsten Zensen: Die Rückverfolgbarkeit ist lückenlos gewährleistet. Die Werke stellen unabhängig zertifizierte EPDs (Environmental Product Declaration) aus, geben auch entsprechende Hinweise auf Werkszeugnisse und Abnahmeprüfzeugnisse zum Herstellverfahren. Kurzum: Unsere Kunden erhalten ein belastbares Herstellerzertifikat.

Wie steht es um die Energieeffizienz Ihres Betriebs? Nutzen Sie am Standort erneuerbare Energiequellen wie Solar- oder Windenergie?

Thorsten Zensen: Am Standort Oberhausen befinden wir uns in der Projektierungsphase einer Photovoltaikanlage. Dazu haben wir sämtliche Freiflächen bepflanzt und Dachbegrünungen umgesetzt. An weiteren Standorten wurden Photovoltaikanlagen bereits an das Netz gebracht, weitere werden zeitnah folgen. Insgesamt strebt die Spaeter Gruppe an, bis 2026 zumindest so viel Strom über eigene Photovoltaik zu erzeugen, wie in ihren einzelnen Betrieben verbraucht wird.

Vielen Dank für den Austausch!

Die Fragen stellte Niklas Reiprich. Redakteur Stahlmarkt

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